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Spaziergänge durch den Wuhletalbezirk
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INHALT |
Der Waldowpark, die
Alte Pfarrkirche und der Dorfkirchhof in Mahlsdorf
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Der
Waldowpark
Unweit der Hönower Straße,
im Bereich des historischen Dorfkerns von Mahlsdorf, liegt ein kleiner
Park mit einem schönen alten Baumbestand: der Waldowpark. Er ist
ca. 1,3 ha groß und einer der ältesten Grünflächen
dieses Ortsteils. Über gut angelegte Kieswege, die auch für
Rollstuhlfahrer geeignet sind, erschließt sich dem Besucher ein
kleines Wäldchen mit einem Pfuhl, dem Erd- oder Egelpfuhl, der
früher als Karpfenteich genutzt wurde.
Der in Mahlsdorf ansässige
Gutsbauer und letzte Bürgermeister von Mahlsdorf, Gustav Lange,
legte den Waldowpark um 1910 an. Im südöstlichen Teil des Parks
befand sich oberhalb eines Eiskellers ein Pavillon, der in den 50er
Jahren abgebrannt ist. Von dort führte ein direkter Weg durch
einen Obstgarten zum Gutshof. Das ehemalige Wohnhaus des Bauern Lange
wird als schützenswert betrachtet und soll von den jetzigen
Eigentümern unter denkmalpflegerischen Aspekten saniert werden
(Hönower Str. 9 – 11).
Der Park hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Im Jahre 1945
wurde er in Volkseigentum übergeführt und bis 1976 von einer
LPG genutzt. Ab 1982 diente er als internationales Studentenlager.
Diese vielfältigen Nutzungen hatten auch einige Veränderungen
im Gefüge des Parks zur Folge, die ihm nicht unbedingt
zuträglich waren. Zusätzliche Wege wurden angelegt und
Gehölze gepflanzt. Zur Zeit des Studentenlagers erhielt der Park
erstmals von der Waldowstraße aus einen Zugang. Als der Park 1998
saniert wurde, sind die Wege entsprechend der noch erkennbaren
ursprünglichen Anlagen wiederhergestellt worden. Neugestaltet
wurde auch der Haupteingang mit dem Rondell.
Naturräumlich gehört der Bereich zur Barnim-Hochfläche;
hier im südlichen Teil herrschen fruchtbare Lehmböden vor,
auf denen Wälder aus anspruchsvollen Arten zuhause sind. Im
Waldowpark spiegelt sich ein für solche Edellaubwälder
typisches vielfältiges Bauminventar wider. Neben jüngeren
Rosskastanien und Robinien gibt es hier Spitz- und Feld-Ahorn, Linden,
Ebereschen, Berg- und Flatter-Ulmen, Stiel-Eichen und mehrere
schöne hochwüchsige Rotbuchen, die etwa 80 Jahre alt sind.
Wo genügend Licht durch die Bäume fällt, ist der
Unterwuchs vielfältig. Die Wiese bildet eine bunte Gesellschaft
aus Kräutern und Gräsern. Dieses offene Stück im Bereich
der ehemaligen Mittelwiese wird durch Mahd als blütenreiche
Waldwiese erhalten. Sich selbst überlassen, würde sie schnell
verbuschen und im Laufe der Zeit wieder bewaldet sein. Das Mähen
findet als Pflegemaßnahme einmal jährlich statt und zwar
dann, wenn die Blütenpflanzen schon ihre Samen gebildet und so
ihre Nachkommenschaft für das nächste Jahr gesichert haben.
Es ist erstaunlich, wie viele verschiedene Angebote an Habitaten es auf
einer solch bescheidenen Fläche gibt: ein Wald, ein Tümpel
und eine Lichtung, dazu ein erschlossenes System von Wegen.
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Herausgeber:
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin
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