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Der Erholungspark Marzahn - Balinesischer Garten

Der Erholungspark Marzahn - Balinesischer Garten

Balinesischer Garten

Garten der drei Harmonien


Nach dem Japanischen Garten und dem Chinesischen Garten wurde mit dem im Dezember 2003 eröffneten Balinesischen Garten im Rahmen des Projektes "Gärten der Welt" eine weitere Stätte des Erlebens fremdländischer (Garten-)Kulturen im Erholungspark Marzahn geschaffen.

Der in einem schützenden Gewächshaus angelegte Garten entstand im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Jakarta und Berlin. Er bietet den Besuchern ein exotisch-tropisches Gartenerlebnis und ist (insbeson- dere auch in den gärtnerisch gesehen eher kargen Wintermonaten) eine interessante Ergänzung zum Japanischen und zum Chinesischen Garten.

Die Gestaltung des Balinesischen Gartens folgt den auf Bali vorhandenen Vorbildern und soll den Besuchern Geist und symbolischen Inhalt balinesischer Kultur vermitteln. Im Gegensatz zur überwiegend muslimisch geprägten Bevölkerung Indonesiens haben die Balinesen ihre ganz eigene Kultur. Der auf Bali vorherrschende Hinduismus mischt sich mit alten Bräuchen und Sitten, dem Respekt vor der Natur und dem Streben der Balinesen nach Harmonie in allen Lebensbereichen zu einer einzigartigen Glaubens- und Kulturform. Ein Mensch sollte stets im Einklang mit sich selbst, mit seiner Umgebung – das heißt mit der Natur und den anderen Menschen – und mit dem gesamten Universum leben. Dieses dreigeteilte Harmonieprinzip findet sich im Balinesischen Garten immer wieder und ist auch Grundlage für den Namen des Gartens: "Garten der drei Harmonien".

Der Balinesische Garten ist ein Beispiel für die Anordnung einer Wohn- anlage im südlichen Bali. Eine Lehmziegelmauer grenzt die Wohnanlage von der Umgebung ab. Die Besucher betreten diesen privaten Bereich respektvoll durch ein Tor (Ankul angkul). Der Haus– oder Familientempel (Sanggah) innerhalb der Wohnanlage ist erneut durch eine Mauer abgegrenzt. Die drei Schreine auf den hohen Sockeln erhalten in Bali täglich neue Opfergaben aus Blumen, Früchten und Räucherstäbchen. Dort werden Ahnen verehrt (Kemulan-Schrein), dem Übermittler von Botschaften der Ahnen gehuldigt (Taksu-Schrein) oder dem Sekretär der Götter geopfert (Ratu Ngurah-Schrein). Im vierten Schrein (Surya-Schrein), außerhalb des Sanggah, wird der Sonnengott (Surya) und die Natur bzw. das Grundstück des Hausbesitzers allgemein geehrt.

Einen Garten, wie wir ihn kennen, gibt es im traditionellen Bali nicht. Die Pflanzen werden dort nicht nach gestalterischen Kriterien, sondern nur rein nach ihrer Funktion z.B. als Nahrungsmittel, als Medizin oder als Schattenspender gepflanzt. Hinter der Wohnanlage schließt sich üblicher- weise der Urwald an. Im Balinesischen Garten wird dieser tropische Urwald aus vielen Pflanzen geschaffen, die wir häufig als Zimmerpflanzen oder aus Botanischen Gärten kennen, wie z.B. verschiedene Farne und Blattpflanzen, Baumfarne sowie als Blickfang diverse Orchideenarten und Hibiskus. Unverzichtbarer Bestandteil des Balinesischen Gartens ist jedoch der Frangipani-Baum – auch Tempel- oder Pagodenbaum genannt. Der Frangipani-Baum gilt auf vielen indonesischen Inseln als heilig und die Blüten werden in Bali bevorzugt als Opferblüte oder als Haarschmuck benutzt.

Für den Balinesischen Garten werden ab dem 04. Februar 2004 auch Führungen angeboten, bei denen der interessierte Besucher viele Hintergründe zur Entstehung des Gartens sowie zur Symbolkraft der einzelnen Gartenbereiche und Gestaltungselemente erfahren kann. (Führungen jeweils mittwochs halbstündlich von 9.00 - 10.30 Uhr).


Führungen im Balinesischen Garten:
(Gewächshaus) ganzjährig
Mi 9.00, 9.30, 10.00, 10:30 Uhr
Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt.
Kosten:
Erwachsene 3,00 EUR,
ermäßigt (Kinder 6 - 14 Jahre, Schwerbehinderte) 1,50 EUR.
Gruppenführungen:
Angemeldete Gruppenführungen (bis maximal 15 Personen) sind auch zu anderen Terminen möglich, Anmeldung unter fon 030/5129498.
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 Interaktive Karte vom Erholungspark Marzahn
Chinesischer
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Japanischer
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Balinesischer
Garten
Orientalischer
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Seouler
Garten
Karl-Foerster
Staudengarten



 Daten zum Balinesischen Garten
   Größe 500 m²
   Entstehungszeit 2003
   Freizeitangebote Exotischer Gewächshausgarten, Naturerlebnis, Information
   Landschaftsarchitekten Mr. Putu Edy Semara, Bali (Indonesien)

Quelle: Grün Berlin Park und Garten GmbH, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

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