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Streiflichter aus der Bezirksgeschichte von Marzahn Hellersdorf

Das Gebiet des Bezirkes Marzahn Hellersdorf ist schon seit langer Zeit besiedelt. Durch archäologische Grabungen wissen wir, dass Menschen schon in der jüngeren Altsteinzeit und in der Mittelsteinzeit vor etwa 10.000 Jahren hier ihre Spuren hinterließen. Die nächsten Funde stammen aus der Bronzezeit vor ca. 3.000 Jahren. Von nun an lebten fast durchgängig Menschen in dieser Gegend. Germanische und slawische Besiedlung konnte mehrfach nachgewiesen werden. Die Menschen lebten von Ackerbau und Viehzucht, erbauten sich Häuser, fertigten Werkzeuge aus Bronze und später Eisen, gruben Brunnen, formten Töpferwaren, stellten Gebrauchsgegenstände vielfältiger Art, aber auch Schmuck her.

In die deutsche Ostexpansion wurde der Barnim, zu dem unser Territorium größtenteils gehört, spätestens zu Beginn des 13. Jahrhunderts einbezogen. Die hier lebenden Slawen wurden verdrängt, bei den Eroberungskämpfen getötet bzw. durch die einströmende deutsche Bevölkerung in einem langen Prozess assimiliert. In den eroberten Gebieten wurden Dörfer und Städte gegründet, darunter auch Biesdorf, Hellersdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Marzahn. Zu welchem konkreten Zeitpunkt das geschah, wissen wir nicht. Doch erfolgte die Anlage der fünf Dörfer wohl im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts. Gründungsdokumente sind nicht überliefert. Als Gründungsdatum gilt daher die Ersterwähnung in einer historischen Urkunde.


Die Dörfer bis 1920

Marzahn

Mahlsdorf

Kaulsdorf

Biesdorf

Hellersdorf


Teil des Bezirkes Lichtenberg 1920 bis 1979


Der Bezirk Marzahn 1979 2000


Der Bezirk Hellersdorf 1986 2000


Text: Dr. Christa Hübner / Dr. Monika Ranke, Fotos: Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf


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